Katekezė apie Pelenų trečiadienio liturgiją ir jos reikšmę - kun. J. Regele FSSPX
Kunigas Johannesą Regele, Austrijos FSSPX distrikto vyresnysis 2022 m. pateikė platformoje "Verlassene Kanzeln" pateikė devyniolikos minučių trukmės katekezę apie Pelenų trečiadienio liturgiją ir jos reikšmę
Aschermittwoch – Beginn der heiligen Fastenzeit
Memento, homo, quia pulvis es et in pulverem reverteris.
Die Asche als Zeichen der Vergänglichkeit
Die Fastenzeit beginnt mit dem Aschermittwoch. Am Aschermittwoch wird die Asche gesegnet, in feierlicher Weise geweiht und sodann in Kreuzesform auf das Haupt gestreut.
Die Asche ist das Zeichen der Vergänglichkeit schlechthin, und die Worte, die der Priester gebraucht bei der Auflegung der Asche, sind die Worte, die wir im Buch Genesis lesen können, im dritten Kapitel, Vers 19:
Memento, homo, quia pulvis es et in pulverem reverteris.
Bedenke, Mensch, Staub bist du und kehrst zurück zum Staube.
Der Anfang der Fastenzeit ist durch diese inhaltsreiche Zeremonie gekennzeichnet: Die Asche erinnert an die Vergänglichkeit alles Irdischen und an die Buße für die Sündenschuld, die der Tod in die Welt gebracht hat.
Menschliche Vergänglichkeit und göttliche Berufung
Wir sind vergänglich und wir sind Sünder. Und doch hat Gott uns zu etwas ganz anderem berufen: Durch die Taufe sind wir Kinder Gottes geworden.
Christus sagt in der Bergpredigt nicht, wir sollen Salz der Erde werden, sondern: Ihr seid es.
Ob wir es wollen oder nicht, wir sind das Salz. Wir können es nicht loswerden, Salz der Erde zu sein, und somit ist es unser ganz persönliches Schicksal – auch das Schicksal des Salzes. Wir sind entweder scharf oder schal; wir sind entweder kraftvoll oder fad; entweder würzig oder völlig wertlos. Gutes Salz sind wir, wenn wir in der Erde verschwinden. Ja, uns aufzulösen wissen, damit alles, was eigentlich vergeht und verwelkt und nur ganz grobe Gaumen befriedigt, auch dem Edelsten und Feinfühligsten schmeckt. Das Salz erhält das Fleisch dieser Welt und bereitet es für die zukünftige Verklärung vor, wenn die versprochene neue Erde am Ende der Zeit eine ungeahnte Heiligkeit zeigen wird.
Wir sind das Salz der Erde. Wir sind Salz, sind Träger und wirkliche Liebhaber dieser Erde, eben dann gerade nicht, wenn wir vor der Welt naiv niederknien und sie vergöttern, wenn wir gegen die Gebote verstoßen. Wir sind Salz der Erde, wenn wir die Erde als Weg zu Gott betrachten und als Weg zu Gott auch zu gestalten vermögen, wozu uns der liebe Gott ja in besonderer Weise ausgestattet und befähigt hat.
Und so ist es ja ein ganz wunderbares Zeichen beim Sakrament der Taufe im Alten Ritus, wenn dem Kind das Salz gegeben wird – eben ein klein wenig vom geweihten Salz gegeben wird. Wir sind das Salz der Erde, und das soll uns gerade in dieser Fastenzeit bewusst werden. Wir sind Kinder Gottes, wir sind vom lieben Gott zu etwas ganz Großem berufen, zur Herrlichkeit des Himmels. Was uns davon abhält, das ist die Sündhaftigkeit.
Und die heilige Fastenzeit – diese 40 Tage der Vorbereitung auf das Osterfest, der geistlichen Vorbereitung, aber auch der leiblichen Vorbereitung auf das heilige Osterfest. Der Mensch ist eben beides: Leib und Geist. Beide gehören untrennbar zusammen in diesem Leben und daneben auch in der Herrlichkeit drüben in der anderen Welt nach der allgemeinen Auferstehung von den Toten. Aber eben solange wir hier Pilger sind, sind wir eben auch arme Sünder.
Die Fastenzeit ruft uns in ganz klarer Weise zur Bekehrung auf. Sie zeigt uns eben gerade das, was wir sind, und das geschieht in so wunderbarer Weise durch die Asche. Sie sehen die Asche, wir haben sie hier vor uns, die Asche, mit der wir am Aschermittwoch bestreut wurden. Wir sehen in der Asche eben die Vergänglichkeit schlechthin. Wir müssen uns von allem hier auf Erden verabschieden, und letztlich müssen wir uns am Ende auch von unserem eigenen Leib verabschieden – von diesem vergänglichen Leib.
Die Asche als Arznei für Leib und Seele
Wenn wir ein wenig näher jetzt die Gebete der Aschenweihe betrachten, so werden wir sicher ganz reich auch für unser geistliches Leben profitieren. Die Aschenweihe im Alten Ritus, die vor der Messe des Aschermittwochs stattfindet: Die erste Oration, die der Priester betet:
Allmächtiger, ewiger Gott, schone der Büßer, sei gnädig den Demütig-Flehenden. Sende huldvoll vom Himmel herab deinen heiligen Engel, dass er diese Asche segne und heilige; sie sei eine heilsame Arznei für alle, die demütig deinen heiligen Namen anrufen und im Bewusstsein der Sünde sich anklagen, die im Angesicht deiner göttlichen Milde Übeltaten beweinen, die in Demut und beharrlichem Eifer deine huldvolle Vatergüte anflehen. Gib durch die Anrufung deines heiligen Namens, dass alle, die sich mit dieser Asche bestreuen lassen, um von ihren Sünden befreit zu werden, Gesundheit des Leibes und Schutz für die Seele erhalten; durch Christus, unseren Herrn. Amen.
So lautet die erste Oration zur Aschenweihe, und wir sehen hier schon das wunderbare Sakramentale: Die Asche ist Medizin. Durch das Sakramentale wird die Asche zum Heilmittel für Leib und Seele. Sie ist eben nicht nur ein bloßes äußerliches Zeichen, um an etwas erinnert zu werden, sondern die Asche hat auch eine tiefe, tiefe Wirkung, eine innere Wirkung auf unsere Seele, aber auch auf unseren Leib. Durch diese Arznei, diese heilsame Arznei, werden wir erinnert an unsere Sündhaftigkeit, und durch diese Demutsübung rufen wir ja die göttliche Milde herab, weil wir unsere Übeltaten beweinen. Hier sehen wir eine ganz, ganz wichtige Tugendübung für die kommenden heiligen 40 Tage: eben Buße zu tun. Das ist der große Aufruf der heiligen Fastenzeit: Wir sollen Buße tun.
Die zweite Oration, das zweite Gebet zur Aschenweihe
Gott, du willst nicht den Tod des Sünders, sondern seine Buße. Sieh in Gnaden herab auf die Gebrechlichkeit der menschlichen Natur und in deiner Güte segne huldvoll diese Asche, die wir zum Zeichen unserer Armseligkeit und um uns Verzeihung zu erwirken, auf unsere Häupter streuen lassen. Nun, da wir erkennen, dass wir Staub sind und zur Strafe für unsere Bosheit zum Staub zurückkehren werden, lass uns durch dein Erbarmen Nachlass aller Sünden erlangen und den Lohn, der den Büßern verheißen ist; durch Christus, unseren Herrn.
Gott will nicht den Tod des Sünders. Gott will nicht unseren Tod, Gott will, dass wir leben. Er schaut eben in Gnaden herab auf diese unsere Gebrechlichkeit, und er schaut herab auf unsere Buße, die wir in diesen Tagen tun werden. Und wenn gleichsam die ganze heilige Kirche in diesen Tagen – alle Glieder der Kirche, der streitenden Kirche hier auf Erden – geistig auf die Knie geht und eben Buße tut, dann ist schon offenbar, dass diese Zeit die große Gnadenzeit im Kirchenjahr ist, wo der liebe Gott dann auch in ganz besonderer Weise seine Gnade schenken wird.
Aber was wir unsererseits eben zu tun haben, das ist Buße, und das ist vor allem eine innere Haltung – natürlich in der Folge die äußeren Bußwerke, über die wir auch zu sprechen haben. Aber es ist zunächst diese tiefe innere Gesinnung, dieses zerknirschte Herz, wie man sagt, das eben von ganzem Herzen unsere Sünden bereut. Wenn sie uns wehtun, weil sie ein Schmerz sind, weil sie Grund genug natürlich sind, sie zu bereuen.
Die dritte Oration
Gott, du lässt dich durch Demut umstimmen und durch Sühne besänftigen. Neige das Ohr deines väterlichen Erbarmens zu unserem Flehen und gieße huldvoll die Gnade deines Segens auf die Häupter deiner Diener, die mit Asche bestreut werden. Erfülle sie mit dem Geiste der Zerknirschung und verleihe ihnen wirklich, was sie in rechter Weise erbitten; und was du ihnen gewährt hast, das mögest du ihnen für immer gesichert und unversehrt erhalten; durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Wir flehen Gott an, er möge sein väterliches Erbarmen zu unserem Flehen herabneigen, und eben huldvoll seine Gnade auf unsere Häupter ausgießen. Das geschieht eben in wunderbarer Weise durch das Sakramentale der geweihten Asche. Möge diese Asche also ganz viel Frucht bringen in unserem Leben in diesen kommenden vierzig Tagen.
Die vierte Oration
Allmächtiger, ewiger Gott, du hast den Niniviten, die in Sack und Asche Buße taten, Verzeihung und Rettung geschenkt. Lass uns genau ihr Verhalten nachahmen, damit wir wie sie Vergebung erlangen; durch Christus, unseren Herrn.
Es wird uns das Beispiel des Alten Bundes, der Niniviten, vor Augen gehalten, die in Sack und Asche Buße getan haben und durch diese Buße die Verzeihung erlangt haben und die Rettung. Dann kommt die Aschenbestreuung in der heiligen Liturgie, die wunderbar begleitet ist von schönen Responsorien, eben auch wieder alte Texte, vor allem Worte, die mit der Buße zu tun haben, die mit Asche zu tun haben, erklingen.
Die Schlussoration der Zeremonie der Aschenweihe
Lass uns, o Herr, den Wachtpostendienst des christlichen Kampfes beginnen durch heiliges Fasten damit wir im Kampf mit den bösen Geistern in der Enthaltsamkeit Halt und Hilfe haben
Da wird uns dann das ganze Programm der Fastenzeit vorgezeichnet. Unser christliches Leben ist ein Kampf, ein Kampf ums Leben, und was es zu tun gilt, ist, Wachtpostendienst zu halten. Wir sollen uns selber bewachen, unsere Hinfälligkeit bewachen, damit wir nicht persönlich wanken. Die Fastenzeit hat etwas sehr, sehr Positives an sich, nämlich die Tugendübung: die Enthaltsamkeit – gerade auch im Materiellen, im Essen und Trinken, aber auch in vielen anderen Bereichen. Das wird unser geistliches Leben in ganz besonderer Weise Frucht bringen lassen.
Es ist auch die Zeit des Kampfes mit den bösen Geistern, mit dem Versucher schlechthin, der uns ja immer wieder vom guten christlichen Leben abbringen möchte. Also treten wir beherzt in die heiligen 40 Tage ein, die eine Zeit des geistlichen Lebens sind und vor allem der geistlichen Erneuerung, um würdig und recht dann auch das heilige Osterfest feiern zu können.
Bedenke, Mensch, dass du Staub bist. Erinnern wir uns, dass diese Worte das erste Mal im Paradies zu den Stammeltern gesprochen wurden. Das war der erste Aschermittwoch der Erde. Der Aschermittwoch ist ein tief ernster Tag. Es geht um alles in unserem geistlichen Leben, es geht um die Heiligkeit, es geht um die persönliche Heiligkeit. Und es geht aber auch darum, wirklich unserer Aufgabe zu entsprechen und Salz der Erde zu sein. Eben Salz zu sein, das scharf ist, Salz zu sein, das wirklich würzt.
Salz zu sein bedeutet, dass die Christen eben wirklich die Seele dieser Gesellschaft, dieser Erde sein sollen und eben durch ein christliches Leben Vorbild sind; durch ihr christliches Leben mit der Gnade Gottes die anderen auch für ihr letztes und ewiges Ziel entflammen.
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